Yvonne Werner-Mees
  ein Viertel Rotlicht - Hafen- und Hurenlieder
 
 

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Von krachenden Hosennähten, gar nicht anziehenden Berufen und dem Glauben an den Weihnachtsmann Amsterdam, Rotlichtbezirk bei Nacht. Eine Frau auf dem Tresen einer Hafenspelunke. Sie wirft den Kopf mit kehligem Lachen zurück und hebt die Stimme aus dem Suff "Heute Nacht Amsterdam, wird ein Traum angespült,(...) nichts wie raus in die Nacht,(...) eine Hosennaht kracht, heute Nacht, Amsterdam, kommt das Fieber, das treibt,(...) und der Traum verliert(...).(Jaques Brel) Yvonne Werner-Mees (30) interpretiert und inszeniert in Begleitung von Ulrich Nötscher (35) zweimal 45 Minuten mehr oder weniger bekannte Hafen- und Hurenlieder. "Ein Viertel Rotlicht" zeichnet Momentaufnahmen der Chanson- und Zeitgeschichte des 20. Jahrhunderts von Kurt Weill, Hans Eisler, Berthold Brecht, Friedrich Hollaender, Jaques Brel über Tom Waits bis hin zu Dany Gürtler und Günther Neumann. Yvonne Werner-Mees eigenwillige Altstimme wird zur Verführerin und verwandelt jede Bühne zur Lastermeile dieser Welt. Ohne moralischen Zeigefinger und ohne in Sentimentalitäten zu versinken, wechselt sie zwischen amourösen, erotischen und politischen Themen. Die Hauptdarstellerinnen der Rotlichtrevue heißen u.a. "Mignon vom Kiez" (F.Hollaender), "Die Judenhure Marie Sanders" (H. Eisler/Brecht), "Die Rinnsteinprinzessin" (R. Bielfeld/Jeschke), "Die Stripteasetänzerin" (G. Neumann). Yvonne Werner-Mees schlüpft in die Rollen einer Träumerin, Kämpferin, eines Vamps oder kultiviert die Durchsetzungskraft und Frechheit einer Gassengöre. Ihre Stimme setzt sie - verzagt oder volltönend- ein. Ob Hamburger oder Berliner Schnauze, ob Französisch, Deutsch, Spanisch oder Englisch, Yvonne Werner-Mees zieht den Zuschauer an Ohren und Augen mitten ins Milieu. Sie fesselt ihn mit lustvoll inszenierter Individualität und der Verbindung von Sinnlichkeit, Witz und Scharfsinn an den Barhocker. Ulrich Nötscher schafft sicher und einfühlsam den musikalischen Rahmen am Klavier. Er setzt in "Ein Viertel Rotlicht" klangvolle Akzente und unterstreicht Pointen durch zurückhaltende Pantomimik. Und die Moral von der Geschicht, verlier den Glauben - auch an den Weihnachtsmann- nicht.    zurück